Bipolare Störungen zählen zu den sog. phasischen Erkrankungen,
einhergehend mit depressiven Episoden und manischen Episoden. Das soll
heißen, dass die meisten Betroffenen hin und wieder Erkrankungsphasen
haben, zwischen diesen jedoch relativ „normal“ leben können.
Allerdings geben ungefähr ein Drittel aller Betroffenen an, dass
sie auch zwischen den einzelnen Episoden beeinträchtigt sind (z.
B. durch Stimmungslabilität, dauerhaft niedergedrückte oder
euphorisch-gereizte Stimmung, Konzentrationsstörungen etc.).
Man geht durchschnittlich von einer Episodendauer von ca. zwei Monaten für
manische und zwei bis fünf Monaten für depressive Episoden aus. Die individuellen
Unterschiede sind jedoch gewaltig, teilweise halten diese nur Tage
an, in anderen Fällen Jahre! Im Verlauf kann man, zeitlich
gesehen, verschiedene Phasen unterscheiden:
Ehe die Erkrankung vollständig ausbricht, existieren allmähliche Veränderungen der Stimmung und des Verhaltens (siehe „Erste Anzeichen einer Bipolaren Störung“). Depressive Episoden bahnen sich meist über Wochen oder Monate an, manische Episoden meist innerhalb weniger Tage oder Wochen.
Hier kommt es zum vollständigen Ausbruch der Erkrankung mit und ohne dem Vorhandensein psychotischer Symptome. Teil der Erkrankung ist, dass Sie möglicherweise Schwierigkeiten haben zu verstehen, dass Sie krank sind. Dies ist vor allem in manischen Episoden deutlich ausgeprägt.
Nach dem Verschwinden akuter Symptome und Stabilisierung des Zustands können leichte depressive oder leichte manische Symptome über einen unterschiedlich langen Zeitraum bestehen bleiben. Diese Phase kann viele Jahre dauern, manchmal auch mit Rückfällen in die akute Phase.
