Die Diagnose einer Psychose wird in Zusammenarbeit zwischen dem Betroffenen, der Familie und dem Therapeuten bzw. Arzt gestellt. Wenn sich das Vorliegen psychotischer Symptome bestätigt hat, wird vom Arzt eine möglichst passgenaue Diagnose gestellt. Allerdings ist es wichtig zu verstehen, dass sich das klinische Bild häufig ändert, v. a. in den ersten zwölf bis 24 Monaten, in denen etwa 40% der Betroffenen eine andere Diagnose erhalten. Viele Psychoseerfahrene haben im Verlauf ihrer Erkrankung viele verschiedene Diagnosen bekommen, was zu großer Unsicherheit aber auch zu Behandlungsfehlern führen kann. Deshalb ist die Kenntnis der eigenen Diagnose für einen aktiven Umgang mit der Erkrankung wichtig!
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick zu den wichtigsten Differentialdiagnosen.
Delir: Das Delir tritt zum Beispiel als Entzugssymptom bei
Medikamenten-/ Drogen-/ Alkohol – oder anderer
Substanzabhängigkeit auf oder als Folge einer
Hirnverletzung.
Stoffwechselerkrankungen: Eine Erkrankung der Schilddrüse z. B. kann psychoseähnliche
Zustände verursachen, desgleichen auch andere
Stoffwechselerkrankungen.
Substanzinduzierte
Psychose: Die Psychose tritt als Folge des Konsums psychotroper
Substanzen auf, z. B. LSD oder Cannabis etc.
Degenerative
Erkrankungen: Z. B.Im Rahmen einer Multiplen Sklerose können
psychoseähnliche Zustände auftreten.
Intrazerebrale
Raumforderungen: Hirntumore können z. B. psychotische Symptome
verursachen.
Neurologische
Erkrankungen: Auch Erkrankungen wie Epilepsie oder Morbus Parkinson
können mit psychotischen Symptomen einhergehen.
Infektionen Infektionen des Nervensystems wie z. B. Enzephalitis oder
Meningitis können ebenfalls psychotische Symptome
hervorrufen.
Infektionen: Infektionen des Nervensystems wie z. B. Enzephalitis oder
Meningitis können psychotische Symptome
hervorrufen.
Schädel-Hirn-Trauma: Ein Schädel-Hirn-Trauma kann mit psychotischen Symptomen
einhergehen.
