Medikamente sollen Ihr Befinden nicht nur verbessern, sondern Ihr Wohlbefinden auch aufrechterhalten. Das bedeutet, dass Sie das Medikament auch dann noch einnehmen müssen, wenn Sie sich besser fühlen. Die Vorstellung, für einen langen Zeitraum ein oder mehrere Medikamente einnehmen zu müssen, löst oft Erstaunen und Erschrecken bei den Betroffenen aus. Dies ist verständlich und vollkommen nachvollziehbar!
Eine negative Einstellung gegenüber Medikamenten „an sich“, von anderen über diese Medikamente gehört zu haben, dass sie „die Persönlichkeit verändern“ oder „abhängig“ machen, und nicht zuletzt der Glaube, dass diese bei einsetzendem Wohlbefinden „ja nicht mehr nötig sind“, stellen nur einige der Gründe für die Ablehnung der Medikation dar. Auch hier gilt: Sprechen Sie Ihre Befürchtungen offen an!
Oftmals lassen sich durch richtige Informationen viele Ängste beseitigen. Die Entwicklung eines Krankheitskonzeptes ist hierfür wichtig. Vielen Betroffenen fällt es jedoch schwer zu akzeptieren, dass sie eine psychische Erkrankung haben. Plötzlich soll man zu den „Verrückten“ gehören, das Weltbild und Selbstbild ist ins Wanken geraten. Wurde bei Ihnen eine Bipolare Störung diagnostiziert, so erkundigen Sie sich über diese Erkrankung, fragen Sie Ihren Therapeuten oder „alte Hasen“ aus Selbsthilfegruppen, die sehr viel Erfahrung mit der Erkrankung und dem Umgang mit dieser haben.
Es gibt einige Betroffene, die ihre Medikamente gar nicht oder nur sehr unregelmäßig einnehmen. Dabei gibt es Gründe, weshalb Betroffene ihre Medikamente einnehmen sollten oder müssen. Hier einige Beispiele:
