Hilfen für den Alltag

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Sonstige Hilfen

Selbsthilfe

bildDie psychiatrische Selbsthilfebewegung hat in den vergangenen 10 bis 20 Jahren im deutschsprachigen Raum rapide zugenommen. Was Psychiater vor wenigen Jahrzehnten noch für völlig ausgeschlossen hielten, ist heute in der örtlichen und regionalen Versorgung beinahe schon Alltag: Psychisch kranke Menschen gründen Vereine, organisieren Hilfen und sitzen vielerorts in Gremien des kommunalen psychiatrischen Versorgungssystems.

Eine wesentliche Aufgabe von Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen liegt in der gegenseitigen Unterstützung und um Erfahrungsaustausch von Betroffenen und/oder Angehörigen. Die Leidens- und Lebenserfahrungen der Selbsthilfeteilnehmer geben Einblick in den Umgang anderer Menschen mit der Erkrankung, zeigen andere Lösungswege oder aber Ähnlichkeiten von Problemen, für die vielleicht bereits Bewältigungskonzepte bestehen. Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit der „emotionalen Anlehnung", da alle Beteiligten oftmals ähnliche Leidensprozesse durchleben mussten oder müssen.

Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen

  • wirkt einer möglichen sozialen Isolation entgegen,
  • hilft bei der Bewältigung sozialer und persönlicher Belastungen,
  • findet aufgrund der Betroffenheit jedes einzelnen Gruppenmitglieds in einer aktiven Gruppe in einer Atmosphäre statt, die von gegenseitigem Verständnis ist geprägt ist.

Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. und Wohlfahrtsverbände stellen Adressen zu verschiedenen Selbsthilfegruppen und anderen Selbsthilfemöglichkeiten zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie vor Ort bei den Wohlfahrtsverbänden Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband,
Arbeiterwohlfahrt,Einrichtungen der Caritas und der Diakonie,
Selbsthilfekontaktstellen (z. B. KIBIS oder KISS).

Überregional
Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE)
Geschäftsstelle
Thomas-Mann-Str. 49a
53111 Bonn
Tel.: (0228) 6 32 26 46
E-Mail: bpe@psychiatrie.de
Internet: www.bpe-online.de

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