Nervenärzte und Psychiater haben Medizin studiert und sind daher
Ärzte. Im Anschluss an das Studium haben sie eine mehrjährige
praktische und theoretische Ausbildung in einer psychiatrischen Krankenhausabteilung
abgeschlossen, die Nervenärzte im Unterschied zu den Psychiatern in einer neurologischen Abteilung. Schon früher hatten nahezu
alle Psychiater eine zusätzliche Psychotherapieausbildung absolviert, aber heute ist eine psychotherapeutische Ausbildung verpflichtend.
Zu den Aufgaben eines Psychiaters gehört die Behandlung von psychischen
Erkrankungen in Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen. Psychiater verwenden
üblicherweise psychotherapeutische Interventionen und soziotherapeutische
Methoden, im Gegensatz zu Psychologen dürfen sie aber auch Medikamente
verschreiben.
Menschen mit Psychosen oder Bipolaren Störungen werden häufig
vom niedergelassenen Psychiater versorgt. Der Vorteil ist, dass sich Psychiater gut mit der medikamentösen Behandlung auskennen, viel Erfahrung
in der Behandlung akuter Fälle haben, die Notwendigkeiten einer längerfristigen
Therapie kennen und gut über die Möglichkeiten des psychiatrischen
Versorgungssystems Bescheid wissen.
Dennoch gibt es einige Betroffene mit Psychosen oder Bipolaren
Störungen, deren Erkrankung eine enge Zusammenarbeit zwischen niedergelassenem
Psychiater und psychiatrischer Institutsambulanz nötig macht.
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